Manfred Fenn - manfred.fenn@googlemail.com

Während andere von Kriegsführung sprechen, rede ich von Friedensführung.
Während andere Kriegsgründe suchen, besitze ich Friedensgründe.

Es ist für die Friedensbewegung wichtig, dass sie erkennt, dass auch der Frieden geführt werden muss.
(Wohlgemerkt: Nicht im Sinne, dass da einer vorne steht und führt).
Sondern wir müssen wie die blutigen Krieger taktische Manöver suchen und Strategien entwickeln,
um den Frieden zu führen, in den Frieden zu führen.

Ich war Soldat. Und für mich sind es auch heute noch meine Kameraden, die in Kälte, Dreck und Hitze in Afghanistan ihren Dienst tun. Es ist zwar lange her, doch an den Menschen, die heute ihren Dienst für uns alle leisten, wird sich nichts geändert haben. Es sind tapfere Frauen und Männer, die den Befehlen unserer Politiker gehorchen.

Ich bin gegen diesen Krieg, weil ich nicht will, dass noch mehr Kameraden fallen. Dass noch mehr einst gesunde junge Menschen als Invaliden zurückkehren.

Ich bin gegen diesen Krieg, weil noch nicht einmal die für diesen Krieg verantwortlichen Politiker einen plausiblen Grund dafür nennen, dass Deutschland am Hindukusch verteidigt wird.

Ich bin gegen diesen Krieg, weil jeder Mensch ein Recht auf Leben hat. Auch die Zivilisten, die dort täglich getötet werden, haben dieses Recht auf Leben.

Ich bin gegen diesen Krieg, weil er den afghanischen Frauen nicht dient. Afghanistan ist voller Witwen und Waisen, die betteln müssen, sich zum Teil gar prostituieren müssen, um zu überleben. Denn ihnen wird keine Rente gezahlt, so dass sie ein menschenwürdiges Leben führen könnten. Dafür ist kein Geld vorhanden.

Ich bin gegen diesen Krieg, weil wir dort mehr Elend und Unglück anrichten, als wir wieder gutmachen können. Noch 40 Jahre nach dem 2. Weltkrieg standen in Hamburg zerbombte Häuser. Während in Afghanistan 2 Brunnen gebohrt werden, werden durch den Einsatz mehr Gebäude, Brücken und Straßen vernichtet, als in 40 Jahren wieder aufgebaut werden können.

Dieser Krieg ist sinnlos. Er hat nur für diejenigen einen Sinn, die daran verdienen. Und für diejenigen, die die geostrategische Lage Afghanistans für die eigene Machtpolitik nutzen wollen. Und er dient dem Fun derjenigen, die sich die Blutbäder auf CNN ansehen und dumme Sprüche bringen.

KRIEG IST IMMER VERBRECHEN

Menü schließen